Der Tod - Schmetterlinge im Bauch

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FÜR EINANDER DA SEIN
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DER TOD
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Der Tod ist allgegenwärtig. Er kommt früher oder später.
In vielen Kulturen gehört der Tod zum Alltag und wird auch gross zelebriert.
Ob es ein Fest zum Tag der Toten ist, oder die Beerdigung speziell abgehalten wird,
ist bei uns mittlerweile unvorstellbar!

Noch vor einigen Jahrzehnten wurden die Verstorbenen drapiert und abgelichtet.
Heute, redet jeder still und heimlich über den Tod.
Leise, unterdrückt und schleichend kommt er daher.
Ja, es ist traurig und niemand hat den Tod verdient!
Doch, währe es nicht einfacher zu trauern,
wenn man offen und ehrlich über den Tod reden würde?
Sterben ist nicht einfach und schon gar nicht in der heutigen Welt.
Die Fragen, was nach dem Tod kommt lassen wir hier mal dahin gestellt.
Nur so viel: Kein Mensch stirbt alleine.
Die Angehörigen leiden oft mehr als der Sterbende.
Es sind böse Gedanken die im Kopf schwirren:
"Kann ich so Stark sein und bis zum Schluss an der Seite sein?",
"Hoffentlich ist es bald vorbei!", "Was ist mit der Beerdigung?"
"Wie geht es weiter?", "An was muss ich alles Denken?",
"Darf ich mich Erleichtert fühlen, wen es vorbei ist?",
"Darf ich wütend sein?"

Auf der Ebene der Gefühle: Ja, Du darfst!

Für alles andere gibt es Hilfe. Gemeinde, Organisationen, Spital, Heim, etc.
Wen das Thema Tod kein Tabu war,
ist es nicht weniger schlimm sondern ein bisschen einfacher für das,
was nach dem Tod organisatorisch auf einem zukommt.


Einer der schwierigsten Erlebnisse ist der Tod von meinem Vater und einem Cousin.
Mein Vater kämpfte lange. Eigentlich neun Jahre.
Drei oder Vier Schlaganfälle und zu letzt ein Lungenleiden.
Nach seinem ersten Schlaganfall, sagte er mir mal:
"Es wäre einfacher gewesen, wenn ich gestorben wäre! Für mich und für euch."
Diese Worte sitzen.
Er liebte die Natur, die Bewegung. Eine Sekunde. Nichts ist mehr, wie es einmal wahr.
Das Leben nahm ihm seine Freiheit.
Gelähmt und auf andere angewiesen.
Im ersten Moment sind solche Worte erschreckend und doch verständlich.
Ich habe Ihn neun Jahre begleitet, gepflegt und war froh,
als er seinen Frieden gefunden hat.
Ich Liebe Dich!

Bei meinem Cousin ging es schnell.
Er war ein Lebemann und ich mochte seine Stimme und ruhige Art.
Im Sommer durften wir manchmal mit Ihm mit,
wen er mit dem Traktor auf die Felder fuhr.
Wen wir Glück hatten, gab es danach frischen Mais.
Da er als Bauer viele Gerätschaften unterhielt,
wurde ihm auch solch eines zum Verhängnis. Stromschlag.

Diese schnellen Tode machen mich immer noch ziemlich sprachlos.
Ich denke viel über diese Menschen nach und schwelge dann in Erinnerungen.
Egal wie es passiert! Zuhören. Für die Hinterbliebenen da sein,
auch wenn es zwei, fünf oder 10 Jahren braucht.
Die Wunden bleiben, Erinnerungen auch!
Schämt euch nicht, wen ihr Ehrlich sein wollt! Ich tu es auch nicht.
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