Dein Leben - Schmetterlinge im Bauch

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ICH MACHE ES FÜR MICH
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DEIN LEBEN
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Wir werden geprägt von unseren Eltern, Schule,
Kollegen und auch die Welt hat einen Einfluss.
In den 80er geboren, als Tochter eines politischen Flüchtlings aus Ungarn
und einer Suchenden nach einem besserem Leben,
bin ich mit Zuckerbrot und Peitsche aufgewachsen.
Aus der Sicht von Heute hatte ich eine coole und schöne Kindheit.
Die Sommer verbrachten wir auf dem Hof meiner Grossmutter in Hetin,
in Csepel bei meiner Grosstante und in der Bugac Puszta bei den Pferden.

Natur Pur mit einem Hauch von Stadt. -Zuckerbrot
Anstand, Gehorsam und Eingliederung ins Erwachsen sein. -Peitsche
Nein. Kein Mitleid! Das ist Falsch.

Meine Eltern haben es Gut gemacht. Wenn man bedenkt, wie Ihre Kindheit war…
Geprägt von Krieg, Kommunismus, sehr strenge Erziehung, auch durch den Lehrer.
Der mit dem Stock auf die Finger haute bei ungehorsam.
Lebensmittel Knappheit und wenig Geld.
Ich wollte meinen Eltern immer Gefallen. Eine gute Tochter sein.
Da gab es nur kleine Probleme…
Ich bin Tollpatschig, kein Genie und ein sehr verträumtes dickes Kind.
Ich hatte immer das Gefühl, den Erwartungen nicht Gerecht zu werden.
Je mehr ich es versuchte, desto mehr wurde ich ausgegrenzt
und verhedderte mich in meinem eigenen Kummer.
Gefühle waren eher ein Tabu in unserer Familie. Nach Aussen ist alles Perfekt.
Niemand darf wissen, dass es einem auch mal schlecht geht.
Wenn ich es Heute von Aussen betrachte, ist meine Prägung der Gefühle
nichts weiter als auch die, der heutigen Welt.

- 'Wie gehts Dir?' 'Gut, Danke!'

Viel mehr konnte ich auch meistens nicht erzählen. Irgendwer viel mir meistens ins Wort.
Still und in mich gekehrt hockte ich dann da und beobachtet das Geschehen.

Was habe ich aus dieser Zeit gelernt? Geduld.
Mein Leben. Nicht gerecht und nicht den Erwartungen entsprechend.

Mit etwa 26 Jahren, hatte ich eine Eingebung! Während der Arbeit jammerten drei, vier
Arbeitskollegen, wie beschiessen das alles ist. Mir ging es sehr gut!
Neuer Job, neue Wohnung, alles Neu!
Klar ist es nicht immer Rosig!!!
Doch, wen man so unglücklich ist, wieso ändert man nichts?
Es ist DEIN LEBEN!
Dieser Moment. Diese Erkenntnis.
Da fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen!
Ich darf Glücklich sein.
Ich darf Traurig sein und ich muss niemandem Rechenschaft ablegen.

Es ist MEIN Leben.

Wenn MIR etwas nicht passt, ist es an MIR herauszufinden was ich anders
machen muss, um die Situation besser zu machen. Niemand anders.

Mit dem Kopf durch die Wand ist eine Spezialität von mir.
Nur macht es mir jetzt viel mehr Spass. Ich mache es für MICH.
Ja, auch unbequeme Situationen und Entscheidungen gehören dazu.
Das beste rausholen, allenfalls auch Kompromisse eingehen.

Heisst nicht, dass ich vor Egoismus strotze! Überhaupt nicht!
Ich achte immer noch auf meine Mitmenschen.
Ich lasse diese jedoch ziemlich schnell weiter ziehen.
Ich muss nicht mit jedem Best Friends sein. Vor allem bei der Arbeit.
Komm mit jedem, so gut es geht, Klar. Dan gehts auch Dir besser.
Klammere dich nicht am Ärger fest. Wenn doch -Morgen ist ein neuer Tag.
Viele Menschen die ich kennengelernt habe, hatten auch eine Kindheit mit Peitsche.
Machten Ihr Verhalten, Sucht oder Aussagen dafür verantwortlich.
Etwas was ich nicht verstehe und nie verstanden habe.
Ich habe meine Peitsche nicht in den Vordergrund gestellt um mein Verhalten zu Rechtfertigen.
Ich wurde zwar so erzogen, habe nichts anderes gekannt
und bin davon ausgegangen, dass jeder so erzogen wird.

Meine Entscheidungen, ob Gut oder Schlecht, treffe immer noch ICH.

Natürlich fand ich heraus, dass jeder seine Realität erfahren hat.
Doch wieso nimmst Du deine Peitsche als Schutz
und stellst diese als Ausrede für alles hin?
Macht es Dir solche Angst zu deinen eigenen Entscheidungen zu stehen?
Eltern und Mitmenschen müssen nicht immer Verstehen,
wieso Du machst was Du machst.
Fühlt es sich für Dich Gut an, wieso machst Du es dann nicht?
Oder hast Du Angst vor dem Hinfallen?
Steh auf, wisch deine Knie ab und lauf weiter!
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